Häufig gestellte Fragen

HYGIENE | GESETZE UND VERORDNUNGEN

Auf welche gesetzlichen Grundlagen kann ich mich bei der Risikoeinstufung berufen?

Die KRINKO / BfArM-Empfehlung (Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention / Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte):
Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten (2012), die in der MPBetreibV (Medizinprodukte-Betreiberverordnung) verankert sind und damit Gesetzescharakter haben, definieren die Risikogruppen und präzisieren die Aufbereitungsschritte. Sie sind die zentrale und wichtigste Vorgabe zur Aufbereitung.

Hilfreich sind auf S. 1248 die Tabellen mit Beispielen zur Risikoeinstufung und Anhang 5 zu den Anforderungen an Aufbereitungseinheiten.
Die Definitionen der Risikogruppen sind auf Seite 1247 und 1248 beschrieben. Das Thema „Kontrolle des Reinigungserfolgs“ findet man auf Seite 1255 unter dem Punkt „Optische Kontrolle“.
Auch die Hygieneverordnungen der Bundesländer sind eine wichtige gesetzliche Grundlage. In den verschiedenen Bundesländern münden die Anforderungen an die Aufbereitung in die Kernaussage, dass „Handlungen, die eine Verletzung der Haut vorsehen, sind mit sterilen Gegenständen und Materialien vorzunehmen sind“. Dabei benutzte sterile Einwegartikel dürfen nach dem Gebrauch nicht wiederverwendet werden. Mehrfach verwendbare Gegenstände, die für eine Handlung nach Satz 1 bestimmt sind, sind nach jedem Gebrauch zu desinfizieren und sorgfältig zu reinigen oder maschinell aufzubereiten und anschließend zu sterilisieren sowie steril aufzubewahren. Gegenstände, deren Verwendung zu Verletzungen der Haut führen können, sind nach jeder Anwendung sorgfältig zu reinigen und insbesondere nach Verletzungen und Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten vor der Reinigung zu desinfizieren.“ (Auszug aus der Hygieneverordnung von Baden- Württemberg). Wenn auch vom Wortlaut etwas anders formuliert wird, so beschreibt dieser Gesetzestext nichts Anderes wie die RKI / BfArM- Empfehlung (Robert-Koch-Institut / Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte). Instrumente, deren Verwendung zu einer Verletzung führen können, sind zu reinigen und desinfizieren, was exakt der Risikoeinstufung „unkritisch“ bzw. „semikritisch“ entspricht.

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Welche gesetzlichen Grundlagen werden von den Überwachungsbehörden bei Hygienebegehungen herangezogen?

Die KRINKO / BfArM-Empfehlung (Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention / Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte): Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten (2012), die in der MPBetreibV (Medizinprodukte-Betreiberverordnung) verankert ist und damit Gesetzescharakter hat, definiert die Risikogruppen und präzisiert die Aufbereitungsschritte. Sie ist die ist die zentrale und wichtigste Vorgabe zur Aufbereitung.

Hilfreich sind auf S. 1248 die Tabellen mit Beispielen zur Risikoeinstufung und Anhang 5 zu den Anforderungen an Aufbereitungseinheiten.
Die Definitionen der Risikogruppen sind auf Seite 1247 und 1248 beschrieben. Das Thema „Kontrolle des Reinigungserfolgs“ findet man auf Seite 1255 unter dem Punkt „Optische Kontrolle“.
Auch die Hygieneverordnungen der Bundesländer sind eine wichtige gesetzliche Grundlage. In den verschiedenen Bundesländern münden die Anforderungen an die Aufbereitung in die Kernaussage, dass „Handlungen, die eine Verletzung der Haut vorsehen, sind mit sterilen Gegenständen und Materialien vorzunehmen sind“. Dabei benutzte sterile Einwegartikel dürfen nach dem Gebrauch nicht wiederverwendet werden. Mehrfach verwendbare Gegenstände, die für eine Handlung nach Satz 1 bestimmt sind, sind nach jedem Gebrauch zu desinfizieren und sorgfältig zu reinigen oder maschinell aufzubereiten und anschließend zu sterilisieren sowie steril aufzubewahren. Gegenstände, deren Verwendung zu Verletzungen der Haut führen können, sind nach jeder Anwendung sorgfältig zu reinigen und insbesondere nach Verletzungen und Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten vor der Reinigung zu desinfizieren.“ (Auszug aus der Hygieneverordnung von Baden- Württemberg). Wenn auch vom Wortlaut etwas anders formuliert wird, so beschreibt dieser Gesetzestext nichts Anderes wie die RKI / BfArM- Empfehlung (Robert-Koch-Institut / Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte). Instrumente, deren Verwendung zu einer Verletzung führen können, sind zu reinigen und desinfizieren, was exakt der Risikoeinstufung „unkritisch“ bzw. „semikritisch“ entspricht.

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Was muss ich bei der Erstellung meines Hygieneplans beachten?

Der Hygieneplan wird für jede Praxis speziell erstellt. Im Hygieneplan sind alle Hygienemaßnahmen nachvollziehbar erfasst. Er muss dann geändert werden, wenn sich bei Ihnen in den Abläufen (Wechsel eines Desinfektionsmittels, Wechsel der Anwendungskonzentration, Änderung der Häufigkeit von Hygienemaßnahmen) etwas verändert. Wenn sich nichts ändert, können Sie Ihren Plan beibehalten. Auf dem Plan sollte ersichtlich sein, wann er erstellt wurde und falls Mitarbeiter vorhanden sind, wann diese unterwiesen wurden. Er muss gut sichtbar ausgehängt werden bzw. leicht zugänglich sein.

Den RUCK Hygieneplan können Sie unter diesem Link ausfüllen und –drucken.

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Müssen zur Inaktivierung von MRSA (Methicillin resistenter Staphylococcus aureus) spezielle Desinfektionsmittel verwendet werden?

Eine Resistenz gegenüber Antibiotika ist nicht mit einer Resistenz gegenüber chemischen Verfahren zu verwechseln. Antibiotika- resistente Erreger wie MRSA (Methicillin resistenter Staphylococcus aureus) sind mit Desinfektionsmitteln zu deaktivieren, die gemäß den europäischen Prüfverfahren oder den Prüfmethoden des VAH e.V. (Verbund für Angewandte Hygiene e. V.) nachweisliche bakterizid wirken. Alle Desinfektionsmittel, die in der VAH-Liste erfasst sind, erfüllen diese Anforderungen.

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