DIE MODERNE HYGIENESTRASSE

Ein Haushalt ohne Spülmaschine ist heute kaum mehr vorstellbar. Zeitraubende Handarbeit wird ersetzt durch eine Technologie, die alle Ansprüche an Sauberkeit und Hygiene erfüllt. Der Gedanke, dieses bewährte Verfahren auch in anderen Bereichen einzusetzen ist alles andere als abwegig und deshalb ist es wenig verwunderlich, dass Hersteller von Haushaltsgeräten auch Geräte für die Instrumentenaufbereitung anbieten.

Die manuelle Reinigung und Desinfektion nimmt viel Zeit in Anspruch, ist nicht validierbar und damit das schwächste Glied in der Aufbereitungskette. In Standardarbeitsanweisungen sollen die manuell ausgeführten Arbeitsschritte genau beschrieben und die verwendeten Mittel klar definiert werden. Dennoch sind Abweichungen von den gemachten Vorgaben, die nicht bemerkt oder aus Unkenntnis als nicht problematisch eingestuft werden, jederzeit möglich. Bei der maschinellen Reinigung und Desinfektion in einem Reinigungs- und Desinfektionsgerät (RDG) werden die Prozessabläufe aufgezeichnet und überwacht. Fehler werden sofort erkannt und im Protokoll dokumentiert. Eine Vor-Ort-Validierung nach der Inbetriebnahme und Revalidierungen in regelmäßigen Abständen stellen auch den Gesetzgeber zufrieden, der eine sichere, nachvollziehbare und immer zum gewünschten Ergebnis führende Aufbereitung der Instrumente fordert.

Wie Ihre persönliche Hygienestraße aussieht hängt von der Risikoeinstufung der Instrumente und Ihrer Entscheidung, ob Sie manuell und/oder maschinell aufbereiten wollen, ab:

Die moderne Hygienestraße

Die komplett maschinelle Aufbereitung ist die logische Weiterentwicklung der bisherigen Varianten und wird sich bestimmt auch im Bereich Podologie durchsetzen. Die "moderne" Hygienestraße wird durch den Einsatz eines RDG kompakter, übersichtlicher und zeitsparender. Ein RDG ersetzt das Ultraschallbad und das Waschbecken zum Abspülen der Instrumente.

Die benutzten Instrumente werden direkt in das Gerät gelegt, eine Vorreinigung ist im Bereich Fußpflege/ Podologie üblicherweise nicht nötig. Nach erfolgreichem Programmablauf können unkritisch und semikritisch eingestufte Instrumente direkt benutzt oder für 48 Stunden gelagert werden.

Auch bei kritisch eingestuften Instrumenten wird die Aufbereitung durch ein RDG einfacher und spart viel Zeit, die für Behandlungen oder andere Praxisarbeiten genutzt werden kann.

Autorin: Friederike Fütterer, Schulleitung Podologie